Der rechtliche Seite der Eheschließung

Ehevertrag, Zugewinnausgleich, Namensrecht
Haben Sie sich schon mit der rechtlichen Seite der Eheschließung beschäftigt? Was geschieht mit den Vermögenswerten, die ein Partner in die Ehe einbringt? Welche Namenskombinationen sind möglich? Und wann und warum ist ein Ehevertrag ratsam?
 
Die Voraussetzungen für eine Eheschließung nach deutschem Recht sind schnell aufgezählt: Beide Ehepartner müssen volljährig und ledig sein. Wenn das Familiengericht und der gesetzliche Vertreter zustimmen, darf auch einer der Ehepartner erst 16 Jahre alt sein. In Deutschland wird keine Ehe zwischen Partnern geschlossen, die in einem geradlinigen Verwandtschaftsverhältnis zueinander stehen.
 
 
Gut beraten
Ein Beratungsgespräch vor der Hochzeit beantwortet alle Fragen rund um rechtliche Aspekte der Ehe. Sofern Sie nicht sowieso schon einen Rechtsbeistand haben, helfen das lokale Branchenbuch oder www.anwaltauskunft.de und www.anwalt24.de weiter. Ohne gegenseitiges Vertrauen wird sich allerdings kein gutes Verhältnis zu Ihrem Anwalt entwickeln – achten Sie deshalb darauf, dass die „Chemie" stimmt.
 
 
Zugewinngemeinschaft was ist das?
Eine Zugewinngemeinschaft besteht automatisch, wenn im Zuge der Eheschließung kein Ehevertrag abgeschlossen wird. Das Vermögen, das vor oder in der Ehe erworben wird, bleibt also auch nach der Hochzeit Eigentum des Besitzers. Das gilt ebenso für Erbschaften oder Schenkungen. Auch für Schulden trägt ausschließlich der Verursacher selbst die rechtliche Verantwortung. Nur falls gemeinsame Kredite aufgenommen werden oder die Ehepartner füreinander bürgen, müssen sie zusammen haften.
 
Der Zugewinnausgleich kommt bei einer Scheidung zum Tragen. Zunächst wird ermittelt, wie viel Eigentum jeder Ehepartner am Anfang und Ende der Ehe besitzt. Derjenige Partner, der im Laufe der Ehe mehr Gewinn erwirtschaftet hat, ist verpflichtet, die Differenz an den (Ex-)Partner auszuzahlen.
 
Bezüglich der Vermögensverteilung bestehen noch andere Varianten wie die Gütertrennung oder die modifizierte Gütertrennung. Eine ausführliche Beratung durch einen Anwalt, der auf Ehe- und Familienrecht spezialisiert ist, wird empfohlen.
 
 
Das Kind braucht einen Namen
Doppelnamen, gewusst wie: Es lohnt sich, ins Namensrecht reinzuschnuppern, um sich zu vergewissern, dass die geplante Namensgebung auch rechtens ist. Welchen Namen Ihr gemeinsames Kind erhält, falls Sie unterschiedliche Nachnamen führen, bleibt Ihnen überlassen. Alle nachfolgenden Kinder bekommen dann automatisch denselben Nachnamen.
 
 
Über den Autor
 
Dr. Lutz Förster betreibt seit 2005 seine eigene Anwaltskanzlei in Brühl bei Köln, davor war er von 1996 bis 2005 als selbständiger Rechtsanwalt in Trier tätig. Weitere Informationen finden Sie auf seiner Website: www.erbrecht-stiftungsrecht.de
 
Sein Fachwissen als versierter und erfahrener Anwalt stellte Dr. Lutz Förster auch für das Buch „Die Hochzeitsprofis" zur Verfügung. Ein ganzes Kapitel lang widmet er sich gängigen „Rechtsfragen zum Thema Ehe".

 

Literaturempfehlungen:

Die Hochzeitsprofis
Expertenwissen für Ihre Hochzeit

„Die Hochzeitsprofis“, herausgegeben von Vincent Schwiedeps, ist ein bewährter und umfassender Ratgeber für alle, die sich trauen lassen. Praktische Hinweise, kreative Ideen und hilfreiche Tipps für den schönsten aller Tage – Ihren Hochzeitstag.
 
Von den Fotografien bis zum Hochzeitskleid, vom Ehevertrag bis zur musikalischen Untermalung und von den Eheringen bis zur Trauzeremonie – in diesem Ratgeber kommt zu jedem Bereich ein Spezialist zu Wort. Die Hochzeitsprofis verraten alles, was ein Hochzeitspaar heute wissen muss, und dazu das Beste aus ihrer langjährigen beruflichen Erfahrung. Ein Standardwerk zur Hochzeitsvorbereitung.

Das Buch ist im Verlagshaus Draksal erschienen.

Es kostet Euro 19,90. ISBN 3-932-90883-X .